Seiteninhalt:
Geschichte

Chronologie: | Das Übersee-Museum gehört zu den meistbesuchten Museen in Deutschland. Es vereinigt unter einem Dach natur-, völker- und handelskundliche Sammlungen. Seine Anfänge lassen sich bis weit in das 18. Jahrhundert verfolgen. Ausgangspunkt war die 1783 gegründete „Gesellschaft Museum“, von der die vorwiegend naturkundlichen Sammlungen betreut wurden. Hinzu kamen 1864 der „Naturwissenschaftliche Verein“ und 1872 die „Anthropologische Kommission“ mit eigenen Sammlungen, die alle zwischen 1874 und 1878 dem Senat übergeben wurden. |
Im 17. Jahrhundert | besaß das im ehemaligen Katharinen-Kloster untergebrachte „Gymnasium illustre“ einige Kuriosa nebst ausgestopften Tieren, die – durch private Objekte vermehrt – in den Besitz der „Gesellschaft Museum“ übergingen. |
1776 | Gründung der „Physikalischen Gesellschaft“ – eine Lese-Gesellschaft mit dem Ziel, ein „Naturalienkabinett“ anzulegen. |
1783 | Umbenennung in „Gesellschaft Museum“ – in der Folge werden Sammlungen und auch Einzelobjekte jeglicher naturkundlicher Provenienz durch Schenkungen, Tausch oder Kauf erworben. |
1808 | Die Sammlungen vermehren sich so rasch, dass ein Umzug in ein größeres Domizil am Domshof/Ecke Schüsselkorb notwendig wird. |
1837 | muss das Gebäude erweitert werden, da durch weitere Vermehrung der Sammlungen wieder akute Raumnot herrscht. |
1864 | Gründung des „Naturwissenschaftlichen Vereins“, der das Naturalienkabinett der „Gesellschaft Museum“ übernimmt. |
1872 | Gründung einer Anthropologischen Kommission mit eigenen Sammlungen. |
1875 | Übernahme beider Sammlungen in das Eigentum der Stadt unter dem Namen „Städtische Sammlungen für Naturgeschichte und Ethnographie“. |
1887 | Der Zoologe Hugo Schauinsland wird Direktor der „Städtischen Sammlungen“ |
1890 | Nordwestdeutsche Gewerbe- und Industrieausstellung im Bürgerpark: |
1896 | Eröffnung “es „Städtischen Museums für Natur-, Völker- und Handelskunde“ am Hauptbahnhof als „die Welt unter einem Dach" |
1911 | Eröffnung des Erweiterungsbaus mit dem zweiten Lichthof (heutige Gestalt des Übersee-Museums). |
1933 | Direktor Hugo Schauinsland wird von den Nationalsozialisten in den Ruhestand versetzt. In den Folgejahren: Berufsverbot für Kustoden aufgrund der „Rassengesetze“. |
1935 | „Deutsches Kolonial- und Übersee-Museum“. |
1939 | Auslagerung großer Sammlungsteile sowie kriegsbedingte Zerstörungen führen zu einer Schließung des Museums für den Publikumsverkehr. Zerstörung wertvoller Exponate und Gruppen, Verlust großer Teile der Dokumentation. |
1949 | Teileröffnung und weiterer Aufbau der Sammlungen. |
1951 | Umbenennung des Hauses in „Übersee-Museum“. |
1976-1978 | Schließung des Museums wegen Umbau und Neuaufbau der Sammlungen. |
1979 | Eröffnung der Bereiche Südsee, Australien und Teile von Bremen/Unterweser mit neuer Konzeption: Integration der einzelnen Fachdisziplinen, Neugliederung nach Kontinenten und Großräumen, Geschichte und Gegenwart einzelner Länder und Kulturen, Betonung ökologischer Fragestellungen. Das Übersee-Museum als Informationszentrum und Forum für aktuelle Fragen, Meinungen und Tendenzen. Aufbau der übrigen Abteilungen nach der Neukonzeption: Asien, Afrika, Amerika, Evolution und Bremen – Handelsstadt am Fluss. |
1985 | Gründung des Freundeskreises des Übersee-Museums e.V., mit dem Ziel, die Attraktivität des breit angelegten Museumsangebotes zu fördern. |
1994 | Auslagerung der geowissenschaftlichen Sammlungen des Übersee-Museums an die Universität Bremen. |
1996 | Jubiläumsjahr: |
1999 | - 1. Januar: Umwandlung des Übersee-Museums in eine Stiftung öffentlichen Rechts. |
2001 | Anfang der Renovierungsarbeiten: Foyer, Vortragsraum, 1. Lichthof. |
2003 | Fertigstellung des ersten Lichthofs; Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Ozeanien-Lebenswelten in der Südsee“. |
2006 | Fertigstellung des zweiten Lichthofs; Eröffnung der Dauerausstellung „Asien- Kontinent der Gegensätze“. |
2008 | Einweihung der Waldemar Koch Brücke. Die Brücke verbindet das Gebäude des Übersee-Museums mit dem Gebäude des Schaumagazins Übermaxx |
