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Handelskunde




Handelskunde – Bremens Beziehungen nach Übersee entdecken
Eine Besonderheit des Übersee-Museums Bremen stellt die Abteilung Handelskunde dar, die einzigartig in der Museumslandschaft ist. Die Beziehungen zu der Bremer Kaufmannschaft bestehen seit der Gründung des Hauses und werden bis heute intensiv gepflegt. In der Anfangszeit unterstützten die Bremer Handelshäuser und Schiffsreedereien auf ganz unterschiedliche Weise das Museum. Der 1857 gegründete Norddeutsche Lloyd, der sich seinerzeit zu einem der größten Schifffahrtsunternehmen der Welt entwickelte, transportierte viele Objekte kostenlos nach Bremen. Aus diesem Grunde sind in der dritten Etage das ehemalige Tafelsilber der Schifffahrtslinie, Bände von Goethe und Schiller aus der Bordbibliothek, das Equipment des Bordfotografen und vieles mehr ausgestellt.
Bremen ist Ende des 19. Jahrhunderts durch den Handel nach Übersee wohlhabend geworden und viele Kaufleute unterstützen das Museum durch großzügige Schenkungen. Die neu eingeführten Waren aus Übersee veränderten die Ess- und Lebensgewohnheiten der Menschen, hierzu zählen Genussmittel wie Kakao, Tee, Kaffee und Tabak. Aus dem handelskundlichen Magazin sind neuerdings historische Verpackungen und Werbematerialien für diese Produkte zu sehen: von Kaffeegeschirr und Teedosen über Streichholzbriefchen bis hin zu Zigarettenschachteln.

