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Patenkinder Natur

Knoblauchkröte
Pelobates fuscus (Laurenti, 1768)
Die Knoblauchkröte zählt zur Familie der Krötenfrösche und zur Gattung der Schaufelkröten. Bei dieser Gattung haben sich an beiden Hinterfüßen die Fersenhöcker zu „Schaufeln“ umgewandelt, mit deren Hilfe sich die Mitglieder der vier Schaufelkröten-Arten schnell in sandigem Boden eingraben können.
Tagsüber in Sandlöchern verborgen, ist die Knoblauchkröte außerhalb der Paarungszeit vorwiegend nachtaktiv; vor allem in feuchten Nächten ist sie mit kleinen, typischen Sprüngen auf Nahrungssuche unterwegs. Gefressen wird alles, was überwältigt werden kann, vorwiegend Insekten, Spinnen und Würmer. Fühlt sich die Knoblauchkröte bedroht, kann sie einen gellenden Schrei ausstoßen und mit offenem Maul den vermeintlichen Gegner anspringen; das ist ebenso eindrucksvoll, aber harmlos wie das vorausgehende Aufblähen des Körpers und der hochbeinige Gang. Außerdem zählt die Knoblauchkröte zu denjenigen Froschlurchen, die bei Gefahr einen sehr unangenehmen Geruch produzieren können, der zumindest auf uns Menschen abschreckend wirkt.
Die Paarungszeit der Knoblauchkröten liegt im Frühjahr. Jetzt sind sie auch tagsüber aktiv, laute Paarungsrufe sollen andere Männchen fernhalten und Weibchen anlocken. Die Paarung selbst findet in tiefen Teichen und Gräben statt; der Laich besteht aus rund 750 Eiern und ist um die Stängel von Wasserpflanzen gewunden. Nach etwa sechs Tagen entwickeln sich die Kaulquappen, die mit über 10 cm Endgröße zu den größten europäischen Quappen gehören und oft schon im Juni durch die Gewässer „schweben“.
Die Verbreitung der Knoblauchkröten ist auf das Flachland West-, Mittel- und Osteuropas beschränkt: von Frankreich bis zum Aral-See, von Dänemark bis nach Rumänien erstreckt sich das Vorkommen dieser sehr variabel gezeichneten Krötenfrosch-Art.
Da unser Exemplar die frühe Katalognummer 81 trägt, muss es schon im 19. Jh. gesammelt worden und ins Übersee-Museum gekommen sein. Nähere Funddaten liegen nicht vor.
Patenschaftswert: 200 Euro
Der Pate ist der Golfclub Syke e.V.

Grasfrosch-Entwicklung
Rana temporaria Linné, 1758
Der Grasfrosch ist die häufigste Froschart in Deutschland. Südeuropa meidend, kommt er in Nord-, West-, Mittel- und Osteuropa bis zum Ural vor. Er bewohnt verschiedene Lebensräume und ist in nahezu allen Feuchtbiotopen anzutreffen, gerne auch in großen Höhen. Bei solch weiter Verbreitung überrascht es nicht, dass Grasfrösche sehr unterschiedlich gefärbt und gezeichnet sein können.
Grasfrösche werden erst mit drei Jahren geschlechtsreif. Das ist im Vergleich zu anderen Frosch- und Krötenarten relativ spät. Die innerartliche Konkurrenz der Männchen um die Weibchen hat dazu geführt, dass in der Fortpflanzungsphase ein Grasfrosch, der ein Weibchen gefunden hat, es zwölf Tage lang ununterbrochen in der Umklammerung hält. Da die Männchen in dieser Position sehr „sattelfest“ sind und von Konkurrenten kaum heruntergestoßen werden können, ist das Ergebnis entsprechend: Nur jedes zweite Männchen kommt zum Fortpflanzungserfolg.
In unseren Breiten beginnt der Grasfrosch oft schon Anfang März mit dem Ablaichen; entsprechend früh sind die Kaulquappen im Wasser zu sehen.
In der Fachliteratur wird diskutiert, dass der Geruch von Algen in den Laichgewässern der Grasfrösche das frühe Ablaichen stimuliert; andere Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Tageslänge lassen sich als Zeitgeber nicht ausmachen.
Haben sich aus den Eiern die Kaulquappen entwickelt, geht es in vielen Gewässern um fressen und gefressen werden: Grasfroschquappen fressen die Eier sowohl anderer Froscharten als auch ihrer Artgenossen, werden aber überall dort, wo sie mit dem Bergmolch vergesellschaftet sind, von deren Larven gefressen.
Das Schauglas „Entwicklung des Grasfroschs“ mit der frühen Katalognummer 143 ist schon im 19. Jh. zu Bildungszwecken hergerichtet worden. Damit dokumentiert das Übersee-Museum Bremen seinen über 100 Jahre alten Anspruch, den Besuchern nicht nur die Natur selbst nahe bringen zu wollen, sondern auch im Detail das Prozesshafte natürlicher Vorgänge anschaulich und nachvollziehbar zu machen.
Patenschaftswert: 300 Euro
Der Pate ist der Golfclub Syke e.V.

Temmincktragopan
Tragopan temminckii (J.E. Gray, 1831)
Der zu den Fasanenvögeln zählende Temmincktragopan bewohnt dichte, immergrüne Gebirgswälder vom östlichen Himalaya bis Myanmar, China und Vietnam. Die Nacht verbringt er auf Bäumen, tagsüber sucht er am Boden nach Futter. Er ernährt sich vorwiegend von Blüten, Blättern, Knospen, Bambusschösslingen, Beeren, Samen und Insekten. Im Winter gräbt er mit seinem Schnabel im tiefen Schnee nach Nahrung.
Das Balzritual des Temmincktragopan zählt zu den eigentümlichsten in der Vogelwelt: Bei der Frontalbalz pumpt das Männchen den bunt gefärbten Kehlsack und die „Hörnchen“ am Hinterkopf unter nickenden Bewegungen und Flügelschlagen auf und stößt schneller werdende Klack-Laute aus, bevor es aus seinem Versteck heraus mit hoch aufgerichtetem Körper und ausgebreiteten Flügeln zum Weibchen läuft.
Heute werden Temmincktragopane in Europa gerne als Volierenvögel gehalten; mit unserem Klima kommen sie gut zurecht. Auch das Exemplar des Übersee-Museums stammt aus einer Fasanerie, denn für Ausstellungszwecke sind sie besser geeignet als Freilandvögel.
Der in Balzhaltung dargestellte Temmincktragopan wurde 2004 von unserem ehemaligen Chefpräparator Andreas Vollprecht aufgestellt und erstmalig in der Sonderausstellung „Tiere bekennen Farbe“ gezeigt.
Patenschaftswert: 500,00 €

Loten-Nektarvögel
links, Männchen; rechts, Weibchen
Die Patin ist Frau Rosemarie Scheimies.
Nektarvögel bilden eine Familie innerhalb der Ordnung „Singvögel“. Bei flüchtigem Blick kann man sie mit Kolibris verwechseln, sie sind aber mit ihnen weder verwandt noch teilen sie sich geografische Räume:
Nektarvögel leben nur in der Alten Welt Afrikas, Asiens und Ozeaniens, Kolibris sind keine Singvögel und kommen nur in der Neuen Welt der beiden Amerikas vor.
Der Loten-Nektarvogel bewohnt sommer- und immergrüne Wälder, Kulturland und Gärten in Südindien und Sri Lanka bis in Höhen von 2100 Meter. Dort sucht er Insekten und Spinnen, saugt seinem Namen gemäß aber auch Nektar aus Blüten. Dabei „steht“ er ähnlich einem Kolibri vor der Blüte in der Luft; bisweilen gelangt er an den Nektar, indem er einfach mit seinem Schnabel den Blütenkelch durchbohrt.
Loten-Nektarvogel
Männchen
Cinnyris lotenius (Linné, 1766)
Unser Männchen des Loten-Nektarvogels mit der Katalognummer 4911 haben wir im Jahre 1862 durch den Bremer Kaufmann George Albrecht zusammen mit elf anderen Vögeln aus dem damaligen Ceylon (heutiges Sri Lanka) erhalten. Albrecht zählte zu den Bremer Honoratioren und war Vorstandsmitglied der Geographischen Gesellschaft.
Patenschaftswert: 100,00 €
Loten-Nektarvogel
Weibchen
Cinnyris lotenius (Linné, 1766)
Unser Weibchen des Loten-Nektarvogels mit der Katalognummer 4912 stammt aus dem alten Ceylon (heutiges Sri Lanka). Wir haben es schon 1861 als Geschenk des Musée d'histoire naturelle de la Ville de Genève erhalten. Aufgrund der hervorragenden Beziehungen, die unser Ornithologe Gustav Hartlaub zu Kollegen aus aller Welt unterhielt, waren solche Geschenke (und Gegengeschenke) aus dem Dubletten-Bestand eines Museums früher nicht unüblich. Heute sammeln Museen unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten und sehen „Dubletten“ nicht mehr als Dopplungen ihres Sammlungsbestands, sondern als Individuen und potentielle Träger von Merkmals-Variationen.
Patenschaftswert: 100,00 €

Schwarznacken-Kronenkranich
Balearica pavonina pavonina (Linné, 1758)
Der Schwarznacken-Kronenkranich ist ein Bewohner marschartiger Feuchtgebiete Afrikas. Es werden zwei Unterarten Unterschieden, den westlichen und den östlichen Schwarznacken-Kronenkranich. Im Gebiet des Tschadsees ist der westliche Schwarznacken-Kronenkranich beheimatet. Dort ernährt er sich von kleinen Wirbeltieren wie Mäusen und Eidechsen und von Insekten, vor allem von Heuschrecken. Die Bestände im Gebiet des Tschadsees nehmen in den letzten Jahren ab, da sich aufgrund der verringerten Seefläche und der Zunahme der menschlichen Bevölkerung veränderte landwirtschaftliche Nutzungsformen ergeben. So sind die Kronenkranichbestände durch Überweidung, Bejagung und das Absammeln der Gelege bedroht.
Patenschaftswert: 500,00 Euro

Schwarznacken-Kronenkranich, auf einem Bein stehend
Balearica pavonina pavonina (Linné, 1758)
Der Schwarznacken-Kronenkranich ist ein Bewohner marschartiger Feuchtgebiete Afrikas. Es werden zwei Unterarten Unterschieden, den westlichen und den östlichen Schwarznacken-Kronenkranich. Im Gebiet des Tschadsees ist der westliche Schwarznacken-Kronenkranich beheimatet. Dort ernährt er sich von kleinen Wirbeltieren wie Mäusen und Eidechsen und von Insekten, vor allem von Heuschrecken. Die Bestände im Gebiet des Tschadsees nehmen in den letzten Jahren ab, da sich aufgrund der verringerten Seefläche und der Zunahme der menschlichen Bevölkerung veränderte landwirtschaftliche Nutzungsformen ergeben. So sind die Kronenkranichbestände durch Überweidung, Bejagung und das Absammeln der Gelege bedroht.
Patenschaftswert: 500,00 Euro

Die Patin ist Frau Ingrid Stolze.
Palaeoklima „Banded Iron Formation"
Itabirit
Bei den Gesteinen der so genannten Banded Iron Formation (BIF) handelt es sich um marine Ablagerungen, die in einer Zeit von 3,8 – 1,8 Millionen Jahren entstanden sind. Das typische Streifenmuster besteht aus einem Wechsel von oxidierten Eisenverbindungen und kristallinem Quarz.
Das oxidierte Eisen in diesem Gestein ist ein Hinweis darauf, dass vor über 2 Milliarden Jahren eine gravierende Veränderung unserer Atmosphäre stattfand. Der Theorie nach ist sie auf die Tätigkeit sauerstoffproduzierender Cyanobakterien (Blaualgen) zurückzuführen, durch die erstmals freier Sauerstoff in die Erdatmosphäre gelangte, wodurch das Eisen oxidierte und sich ablagerte. Hierdurch wird erstmals sichtbar, wie sich belebte und unbelebte Welt in globalem Maßstab gegenseitig beeinflussen.
Maße: 80 cm x 60 cm x 60cm, Gewicht: ca. 250 kg
Patenschaftswert: 1000,00 €

Die Patin ist die Karin und Uwe Hollweg Stiftung.
Eisbär
(Ursus maritimus Phipps, 1774)
Das Eisbärweibchen des Übersee-Museums stammt aus den Tiergrotten Bremerhaven, wo es 1949 nach 35jährigem Aufenthalt verstarb. 1959 wurde eine Dermoplastik des Eisbären vom damaligen Chefpräparator des Übersee-Museums, Herrn Bartel, angefertigt. Seit dieser Zeit bereichert dieser Eisbär unsere Ausstellungen.
Der Eisbär soll im Ausstellungsbereich zum Klimawandel ausgestellt werden. Hier steht er stellvertretend für die Auswirkungen, die die Erwärmung der Erdatmosphäre auf die Tiere der Arktis hat. Mit der immer geringeren Ausdehnung des arktischen Meereises wird das Leben für die Eisbären in der Arktis schwieriger, so müssen zur Nahrungssuche immer größere Strecken im Wasser zurückgelegt werden. Ein Rückgang der Population der Eisbären ist die Folge.

Die Paten sind Mara und Thomas Schwender.
Nachtigall
Luscinia megarhynchos (Brehm, 1831)
Die Nachtigall ist ein sperlingsgroßer, im äußeren Erscheinungsbild eher unscheinbarer Vogel aus der Familie der Fliegenschnäpper. Sie besiedelt dichtes Unterholz und Gebüsch, oft am Waldrand und in feuchtem Gelände. Als Zugvogel überwintert die mitteleuropäische Nachtigall in Afrika. Sie ernährt sich hauptsächlich von Insekten und deren Larven, im Sommer und Herbst auch von Beeren.
Der komplexe Gesang dieser Vogelart ist mit bis zu 260 unterschiedlichen Strophentypen sehr facettenreich und wird vom Menschen als besonders wohltönend und angenehm empfunden. Während der Paarungszeit singen die Männchen meist nachts bis in den frühen Morgen, während der Brutzeit auch tagsüber.
Die Nachtigall gilt in vielen Kulturen als Sinnbild für den Frühling und die Liebe und fand in vielerlei Dichtung Erwähnung.
Unsere Nachtigall wurde 1874 in Bremen von Otto Finsch gesammelt und unter der Katalognummer 2585 in die Sammlung übernommen.
Patenschaftswert: 100,00 €

Der Pate ist Herr Fred Werner.
Rotkehlchen
Erithacus rubecula (Linné, 1758)
Das Rotkehlchen ist ein kleiner Vogel von rundlicher Gestalt aus der Familie der Fliegenschnäpper. Namen gebend sind die erst bei ausgewachsenen Tieren orangerot gefärbte Stirn, Kehle und Vorderbrust. Das übrige Gefieder ist oberseits dunkelgrau bis olivfarben, unterseits hellgrau. Das Rotkehlchen kommt in Europa, Nordafrika und Kleinasien vor und lebt bevorzugt in wassernahen Wäldern, Gebüschen und Hecken. Es ernährt sich überwiegend von Insekten, Spinnen, Schnecken, Würmern und Sämereien.
Als Zugvogel hat es bei der Entdeckung und wissenschaftlichen Anerkennung des Magnetsinns bei Tieren eine wichtige Rolle gespielt. Es konnte nachgewiesen werden, dass das Rotkehlchen ohne Sicht auf den Nachthimmel oder andere Sichtmarken die Orientierung beim Vogelzug behält.
Bei alten germanischen Volksstämmen galt das Rotkehlchen als Sinnbild des Feuers und des Blitzes. Es wurde dem rotbärtigen Donnergott Thor zugeordnet. Außerdem herrschte der Glaube vor, dass ein Rotkehlchen-Nest in Hausnähe Frieden und Glück für die Bewohner bringe.
Unser Rotkehlchen ist 1983 durch Schenkung in die Sammlung des Übersee-Museums gekommen und wurde von unserer Präparatorin Ruth Ilka Nüß 2006 aufgestellt.
Patenschaftswert: 100,00 €

Die Paten sind das Ehepaar Havel.
Wiedehopf
Upupa e. epops (Linné, 1758)
Wiedehopfe kommen in den südlichen und zentralen Teilen Europas und Asiens sowie im größten Teil Afrikas vor. In Mitteleuropa lebt die Unterart Upupa e. epops; nach Jahren des Rückgangs kommt sie hier wieder häufiger vor.
Charakteristisch für den etwa drosselgroßen Vogel sind die kontrastreich schwarz-weiß gebänderten Flügel, der lange, gebogene Schnabel und die etwa fünf bis sechs Zentimeter lange aufrichtbare Federhaube, ebenso auch der wellenförmige, schmetterlingsartig gaukelnde Flug.
Der Wiedehopf vermag vielfältige Lebensräume zu besiedeln, immer sind es jedoch wärmeexponierte, trockene, nicht zu dicht baumbestandene Gebiete mit eher spärlicher Vegetation. Sein Nest findet man in Baumhöhlen oder Mauerlöchern. Er ernährt sich fast ausschließlich von größeren Insektenarten wie Grillen sowie verschiedenen Raupenarten und Käfern. Auch Frösche und kleine Eidechsen, Vogelgelege und Nestlinge gehören gelegentlich zur Beikost.
Faktoren wie Klimaänderung und Biotopzerstörung lösten einen starken Areal- und Bestandsrückgang aus. Viele Brutgebiete im gesamten Mitteleuropa wurden aufgegeben. In den Niederlanden, Belgien und Luxemburg gilt der Wiedehopf als verschwunden, in Deutschland erscheint er auf der Roten Liste. Hier wurden 2005 nur rund 400 Brutpaare gezählt. Die dichtesten Bestände in Mitteleuropa werden heute in so genannten Sekundärlebensräumen verzeichnet, insbesondere auf Truppenübungsplätzen und in aufgelassenen Tagebaugebieten.
Patenschaftswert: 100,00 €

Nandu, Jungvogel
Rhea americana (Linné, 1758)
Der Nandu bildet mit dem nahverwandten, kleineren Darwin-Nandu eine eigene Familie, die zu den Laufvögeln zählt. Nach den Kiwis sind sie die kleinsten Laufvögel, kleiner als Emus, Kasuare und Strauße; Männchen werden größer als Weibchen.
Beide Nandu-Arten leben nur in Südamerika, der Darwin-Nandu eher im westlichen und südlichen Teil, der Nandu im östlichen. Seit im Jahr 2000 drei Nandu-Paare aus einem Gehege in Schleswig-Holstein die Freiheit erlangten, haben sie sich in Mecklenburg-Vorpommern zwischenzeitlich zu einer stattlichen Population von über 100 Tieren vermehrt. Die Nandus sind hier geschützt und dürfen nicht gejagt werden. Nandus sind Allesfresser: Sie nehmen fast alle Pflanzenteile zu sich, daneben reife Früchte, Insekten und kleine Wirbeltiere von der Eidechse bis zum Kleinvogel.
Anders als beim Strauß bebrütet beim Nandu allein das Männchen das Gelege. Es besteht aus etwa 20 Eiern, die verschiedene Weibchen über mehrere Tage legen. Rund 38 Tage nach Brutbeginn schlüpfen alle Jungvögel im Laufe eines Tages, unabhängig davon, wann das Weibchen das Ei ins Nest gelegt hat. Da die jungen Nandus Nestflüchter sind, laufen sie bereits nach kurzer Zeit hinter ihrem Vater her, der sie sechs Monate lang bewacht. Dann haben sie etwa ihre halbe Endgröße erreicht. Ausgewachsene Nandus müssen vor Pumas und Jaguaren auf der Hut sein, Eiern und Jungvögeln drohen zusätzlich Gefahren durch einen Greifvogel, den Schopfkarakara, und Gürteltiere.
Unser Jungvogel ist etwa vier Wochen alt und stammt aus einer Fasanerie; präpariert hat ihn 2004 unser damaliger
Chefpräparator Andreas Vollprecht.
Patenschaftswert: 300,00 €

Nandu
Rhea americana (Linné, 1758)
Der Nandu bildet mit dem nahverwandten, kleineren Darwin-Nandu eine eigene Familie, die zu den Laufvögeln zählt. Nach den Kiwis sind sie die kleinsten Laufvögel, kleiner als Emus, Kasuare und Strauße; Männchen werden größer als Weibchen.
Beide Nandu-Arten leben nur in Südamerika, der Darwin-Nandu eher im westlichen und südlichen Teil, der Nandu im östlichen. Seit im Jahr 2000 drei Nandu-Paare aus einem Gehege in Schleswig-Holstein die Freiheit erlangten, haben sie sich in Mecklenburg-Vorpommern zwischenzeitlich zu einer stattlichen Population von über 100 Tieren vermehrt. Die Nandus sind hier geschützt und dürfen nicht gejagt werden.
Nandus sind Allesfresser: Sie nehmen fast alle Pflanzenteile zu sich, daneben reife Früchte, Insekten und kleine Wirbeltiere von der Eidechse bis zum Kleinvogel. Anders als beim Strauß bebrütet beim Nandu allein das Männchen das Gelege. Es besteht aus etwa 20 Eiern, die verschiedene Weibchen über mehrere Tage legen. Rund 38 Tage nach Brutbeginn schlüpfen alle Jungvögel im Laufe eines Tages, unabhängig davon, wann das Weibchen das Ei ins Nest gelegt hat. Da die jungen Nandus Nestflüchter sind, laufen sie bereits nach kurzer Zeit hinter ihrem Vater her, der sie sechs Monate lang bewacht. Ausgewachsene Nandus müssen vor Pumas und Jaguaren auf der Hut sein, Eiern und Jungvögeln drohen zusätzlich Gefahren durch einen Greifvogel, den Schopfkarakara, und Gürteltiere.
Unser Nandu stammt aus einer Fasanerie und wurde vom damaligen Chefpräparator Andreas Vollprecht 1998 präpariert.
Patenschaftswert: 1000,00 €

