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Salmunori

Korea
Samulnori steht für eine modernisierte Form der traditionellen koreanischen Perkussionsmusik. Sie hat ihre Wurzeln in der Volks- und Bauernmusik, im Schamanismus, im Buddhismus und in der früheren koreanischen Militärmusik. Samulnori heißt übersetzt „Das Spiel der vier Dinge“ und bezieht sich auf die vier ältesten und wichtigsten Perkussionsinstrumente Koreas: kleiner Gong kkwaenggari, großer Gong ching, Sanduhrtrommel changgo und Fasstrommel buk.
Nach koreanischer Tradition repräsentiert jedes dieser Instrumente ein Element der Natur: der kleine Gong den Blitz, der große Gong den Wind, die Sanduhrtrommel den Regen, die buk die aufziehenden Wolken. Die Metallinstrumente stehen für den Himmel, die Fellinstrumente für die Erde. Durch das gemeinsame Spiel der Instrumente werden die Naturelemente miteinander verbunden, um die Harmonie zwischen Himmel, Erde und Mensch (repräsentiert durch den Spieler) zu erreichen.
Bei der Musik der Landbevölkerung (nongak/pungmul) spielten Mitglieder dörflicher Instrumental-Ensembles (pungmul-pae) zu Festen und Riten (z.B. zur Begleitung der gemeinsamen Arbeit auf den Reisfeldern, zu traditionellen Festen wie Neujahr, Vollmond oder Erntedank). Diese Musik wies gemäß dem Brauchtum der Landbevölkerung regionale Unterschiede auf. Die musikalische Struktur der Aufführungen war einfach. Im Vordergrund stand das soziale Erlebnis. Die wandernden Künstlertruppen (sadang-pae) zogen als Berufsmusiker von Dorf zu Dorf und schufen ihren eigenen überregionalen Stil. Im Vergleich zu den Laiengruppen waren ihre Darbietungen mit Musik, Tanz, Schauspiel und Akrobatik virtuoser und spektakulärer.
Durch die Modernisierung Koreas nach westlichem Vorbild drohte der Verlust koreanischer Traditionen und koreanischer Kultur. Künstlergruppen schlossen sich zusammen, um gegen diese Zustände zu protestieren. Die Musiker sammelten in allen Provinzen traditionelle Perkussionsrhythmen und entwickelten sie weiter. Die Spieltechniken wurden verfeinert, die Tempi gesteigert und dadurch höhere Virtuosität erreicht. Durch Einbeziehen anderer Musikrichtungen (z.B. Jazz), sowie zeitgenössischer Kompositionen wurde das Repertoire erweitert. Es entstand ein eigenes Musikgenre, das man allgemein Samulnori nennt. Alle diese Perkussions-Ensembles leisteten seither einen wesentlichen Beitrag zum Wiederaufblühen und zur künstlerischen Weiterentwicklung musikalischer Traditionen Koreas. In diesem Sinne gründete der Meistertrommler Kim Duk-Soo 1978 die Gruppe „SamulNori“. [U.H. / U.K.]

