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Taiko-Ensemble

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Taiko-Ensemble

Japan

Die Trommel taiko bildet die Grundlage für dieses japanische Trommelensemble bestehend aus o-daiko, shime-daiko und miya-daiko. Die taiko gehört zu den ältesten und bekanntesten Musikinstrumenten in Japan. Die Fasstrommeln, die aus ausgehöhlten Baumstämmen gefertigt werden, gibt es in vielen verschiedenen Varianten – die größte Version erreicht einen Durchmesser von bis zu 2,50 Meter. Für das Spiel dieser o-daiko ist viel Kraft erforderlich. Der Spieler schlägt die Trommel mit dicken Schlägeln und großen weit ausholenden Bewegungen.

Die taiko war in Japan das Symbol für die ländliche Gemeinschaft. Eine Legende besagt, dass die Dorfgrenzen nicht allein nach geografischen Gesichtspunkten gezogen wurden, sondern nach der weitesten Distanz, in der die taiko noch gehört werden konnte.

Die Spielanlässe der taiko waren und sind bis heute vielfältig: Im No- und Kabuki-Theater, bei Religionsritualen des Shintoismus und Buddhismus und bei zahlreichen festlichen Gelegenheiten, wie Sommer-, Erntedank- und anderen Volksfesten wird die taiko gespielt. Auf den Volksfesten treten sogenannte hayashi auf: Diese Ensembles bestehen in der Regel aus drei Trommlern und einem Flötisten. Die Instrumentierung kann aber von Gruppe zu Gruppe stark variieren und durch weitere Perkussionsinstrumente ergänzt werden. Der Zusammenschluss von mehreren einzelnen taiko-Trommlern zu einer Gruppe ist ein relativ modernes Phänomen und erfreut sich auch außerhalb Japans zunehmender Beliebtheit. [D.P.]