Newsletter: Drucken: Facebook: Kalender:

Paten gesucht!

Was wäre das Museum ohne sie – die Exponate. 1,2 Millionen aus aller Welt sind es, die als "Zeitzeugen" im Übersee-Museum Geschichte lebendig werden und Entfernungen verschwinden lassen, durch die kulturelle oder naturkundliche Zusammenhänge klar werden und Erkenntnisgewinn möglich wird. Doch ihre Bewahrung für die Nachwelt ist nicht einfach. Restaurierung oder Präparation erfordern ein hohes Maß an Fachkenntnis sowie entsprechende Ausstattung.

Unter dem Motto "Museen brauchen Freunde – Exponate brauchen Paten" sucht das Übersee-Museum deshalb Menschen, die sich finanziell an der Bewahrung und Instandsetzung einzelner Exponate beteiligen möchten. Damit wird das Haus in der Erfüllung seines Bildungsauftrages unterstützt und als Ort lebenslangen Lernens sowie interkultureller Begegnung erhalten. Es können Patenschaften im Wert von 50 bis 10.000 Euro übernommen werden. Gern beraten wir Sie auch persönlich über die Möglichkeiten einer Patenschaft.

Vorteile für "Pateneltern":

  • Namentliche Nennung im Foyer
  • Zusendung einer Fotografie und einer Kurzbeschreibung des "Patenkindes"
  • Ab einem Patenschaftsbetrag von 10.000 € Nutzungsrechte zur Veröffentlichung in firmeneigenen Medien
  • Spendenbescheinigung

 

Ansprechpartnerin

Petra Wollgast
Tel. 0421 160 38-109
Fax 0421 160 38-99
p.wollgast@uebersee-museum.de

Übersee-Museum
Bahnhofsplatz 13
28195 Bremen

Patenkinder "Amerika"

Ab November 2016 sind die Dauerausstellungen des Übersee-Museums wieder komplett. Die rundumerneuerte Amerika-Ausstellung eröffnet wieder. Ob Schmuckstücke aus dem Goldschatz oder kunstvolle Tierpräparate - die unterschiedlichsten Objekte warten noch auf eine Patenschaft. Für Interessierte gibt es hier eine kleine Auswahl an Objekten.

Moche-Gefäß, Patenschaft: 800,- €

Peru, Moche
Sammlung Johann Matthias Gildemeister, 1950

Im Andenraum werden die Blätter des Kokastrauchs seit Jahrtausenden von der indigenen Bevölkerung kultiviert, als Mittel zur Anpassung an die extremen Höhenlagen gekaut und in zahlreichen religiösen Ritualen verwendet. Der spirituelle Wert, den diese Blätter für die autochthone Bevölkerung des Andenraums haben bzw. vor der Eroberung durch die Spanier hatten, mag sich anhand dieses Keramikgefäßes erahnen lassen. Es zeigt einen Priester, der sich mit einem Spatel Kalk aus einem Behälter zum Mund führt. Kalk wird zum Kauen der Kokablätter benötigt, um das in ihnen enthaltene Alkaloid als Wirkstoff zu lösen.

Kokablättertäschchen, Patenschaft: 50,- €

Peru, Cuzco
Sammlung Ludwig Tampe, 2012

Zum Transport der Kokablätter verwenden die Indianer des Andenraums derartige, auf Quechua Ch'uspa genannte Täschchen. Es wurde durchaus farbenfroh mit geometrischen Mustern gewebt, ist an seinem unteren Rand mit kleinen Bommeln versehen und verfügt über eine einfache, geflochtene Schnur als Umhängevorrichtung.

Karibu, Patenschaft: 2.500,- €

Rangifer tarandus, Dubbels, 2005

Unser Karibu stammt aus einer Herde in Labrador im Osten Kanadas. Mit vormals etwa 900.000 Tieren galt sie als größte Rentierherde weltweit. Leider kam es in den letzten Jahren zu einer erheblichen Reduzierung dieser Herde. Aber nicht die Jagd ist hierfür verantwortlich. Vermutet wird vielmehr, dass zahlreiche Industrieprojekte wie Staudamm- und Straßenbau sowie die Holzindustrie das Wandergebiet der Karibus zerschneiden. Karibus führen jährliche tausende Kilometer lange Wanderungen durch und reagieren sehr empfindlich auf die Veränderungen ihrer Umwelt.

Rotnacken-Arassari, Patenschaft: 100,- €

Pteroglossus bitorquatus, Vigors, 1826

Der Rotnacken-Arassari kam schon im 19. Jahrhundert in unsere Sammlungen. Genaue Fundumstände außer der Fundortangabe Brasilien sind in den Katalogen jedoch nicht verzeichnet. Der Rotnacken-Arassari lebt als geselliger Standvogel in Regenwäldern des Tieflandes und Galeriewäldern entlang von Flussläufen. Seine Nahrung besteht zumeist aus Früchten. Aber er verschmäht auch Kleintiere und gelegentlich die Brut anderer Vögel nicht. Über die Lebensweise, das Fortpflanzungsverhalten und Bestandszahlen des Rotnacken-Arassaris ist bislang nur wenig bekannt. Wahrscheinlich brütet die Art, ebenso wie andere Tukane, in vorhandenen Baumhöhlen.

Federhaube, Patenschaft:1.000,- €

USA, Lakota

Wie kein anderes Attribut gilt die große Adlerfederhaube der Plainsstämme als Symbol des Indianers schlechthin. Als Quelle innerer Kraft und Inspiration war sie ein Emblem der Anführer und verdienten Männer und wurde nur bei feierlichen Gelegenheiten getragen. Der Adler galt als Häuptling der Vögel und wurde bei fast allen nordamerikanischen Indianern als heiliges Tier verehrt. Jede einzelne Vogelfeder bedeutete eine mutige Tat ihres Trägers. Die Federn waren verschieden gefärbt oder auf eine besondere Weise eingeschnitten. Jede Nuance und jede Einkerbung hatten ihre Bedeutung. Dank einer ausgeklügelten Befestigungsmethode mit Rohhautbändern bewegten sich die Federn wie Adlerschwingen.

Sattel, Patenschaft: 500,- €

Argentinien
Sammlung Föhr, 1916

In der Weite der südamerikanischen Pampa und später auch in Patagonien entstand einst die Kultur der Gauchos, die - ähnlich den nordamerikanischen Cowboys - ein nomadenhaftes Leben führten und auf Rinderzucht spezialisiert waren. In ihrem Alltag waren Pferde unabkömmlich und es entwickelte sich eine eigene Art der Reitausstattung. Dazu zählt auch die Form des hiesigen Sattels, der aus zwei  miteinander verbundenen, gleichgroßen stammförmigen Teilen besteht, die mit einem leichten Material fest ausgefüllt sind. Die flächigen Lederstücke sind kunstvoll punziert.

Silbergürtel, Patenschaft: 200,- €

Argentinien
Sammlung Michael Becker, 1980

Im Laufe der Zeit entwickelten die Gauchos eine eigene Folklore, die ihren Ausdruck unter anderem in der Bekleidung fand. Neben Ponchos und speziellen Pumphosen trugen die Gauchos oft reich verzierte Gürtel. Das vorliegende Stück besteht aus einem Lederriemen und leicht gebogenen, zur Innenseite offenen Manschetten aus Silber, die den Lederriemen einfassen und an ihren nach außen gewölbten Seiten mit floralen Mustern verziert sind.

Llama, Patenschaft: 2.500,- €

Lama guanaco, Müller, 1776

Unser Llama ist ein Geschenk der Bürgerparkverwaltung an das Übersee-Museum. Es kam 1976 ins Museum und wurde von Präparator Andreas Vollprecht zu einer Dermoplastik verarbeitet. Lamas sind eine vor etwa 4000 Jahren domestizierte Form der Guanakos. Sie wurden in der Gebirgsregion der Anden vor allem als Lasttier eingesetzt. Lamas gehören zu den Kamelartigen. Diese hatten ihren Ursprung in Nordamerika und breiteten sich später nach Südamerika in Form ihrer Ursprungsform den Guanakos und nach Asien in Form der Kamele aus.

Köcher & Curare-Pfeile, Patenschaft: 50,- €

Venezuela, um 1970
Sammlung Ludwig Tampe, 2011

Blasrohre werden von vielen Indianern des südamerikanischen Tieflands verwendet. Als Jagdwaffen sind sie in Verbindung mit Curare-Pfeilen nicht zu übertreffen, denn sie sind vollkommen lautlos, sodass Wild nicht aufgeschreckt wird. Curare lähmt bei Kontakt mit der Blutbahn sofort die Bewegungs- und Atemmuskulatur und führt somit zum Tod durch Ersticken. Oral wirkt Curare allerdings nicht, sodass die erlegten Tiere ohne weiteres verspeist werden können. Dieser Köcher samt Curare-Pfeilen stammt aus dem Gebiet des Orinoko.

Anhänger im Tolima-Stil, Patenschaft: 1.000,- €

Kolumbien
Sammlung Carl Schütte, 1900

Bei diesem Anhänger handelt es sich um das größte und bedeutendste Stück unter den Objekten des Tolima-Stils aus dem Goldschatz des Übersee-Museums Bremen. Dieser Stil entstand in der Gegend des mittleren Río Magdalena, der zwischen der zentralen und der östlichen Kordillere der Anden nach Norden fließt. Das vorliegende Stück ist von stark stilisierter menschlicher Gestalt mit ausgebreiteten, sehr kurzen Armen und winzigen Füßen. Der separat hergestellte und angegossene Kopf der Figur zeigt Kaffeebohnenaugen, von denen sich jeweils vier parallele Linien schräg über die Wangen nach unten und über die Stirn nach oben ziehen. Eine Öse sitz auf der Halsrückseite.

Patenkinder "Afrika"

Seit dem 12. Oktober 2013 ist ein Höhepunkt des Übersee-Museums nach kompletter Neugestaltung wieder zu sehen: Afrika! Einige Objekte, wie die Tiere aus unseren beliebten Großdioramen, warten noch auf eine Patenschaft. Interessierte finden hier eine kleine Auswahl an Objekten.

Gepard, Patenschaft: 5.000,- €

Acinonyx jubatus, Schreber, 1775

Geparde sind Katzen, die hauptsächlich in den ebenen Gras- und Buschsteppen Afrikas leben. Auffällig ist der schlanke Körper mit dem kleinen Kopf und den langen Beinen. Sie sind die schnellsten Landtiere der Welt.
Unser Geparden-Weibchen kam 1956 aus dem Kölner Zoo nach Bremen und wurde 1969 von Chefpräparator Carl Bartels als Dermoplastik präpariert.

 

 

Halskette, Patenschaft: 100,- €

Namibia, Herero, Adam Pelzer, 1909

Diese Kette der Herero ist aus rundgeschliffenen Scheibenperlen aus Straußeneierschalen  und Metallperlen gefertigt, die die Herero bei benachbarten Ethnien eintauschten. Die vereinzelt auftretenden Glasperlen zeugen von neuen Einflüssen. Im 19. Jhd. kamen Europäer mit neue Waren in das Gebiet der Herero.

Fa-Orakelbrett, Patenschaft: 300,- €

Sakete, Benin, Herstellung circa 1960, in Gebrauch bis 2012
Sammlung Henning Christoph, 2012

Zur Befragung des Fa-Orakels rufen Priester und Priesterinnen mit Hilfe einer Glocke die Gottheiten an und werfen mehrmals die Orakelketten aus. Die Ergebnisse halten sie auf einem Orakelbrett fest. Aus den oben oder unten liegenden Öffnungen der Nussschalen und Kaurischnecken errechnen sich Kennzahlen der 256 heiligen Fa-Texte. Aus deren Deutung folgen Handlungsanweisungen für die Ratsuchenden.

Figur, Patenschaft: 1.000,- €

Figur, Kamerun, Bamum
Sammlung Lüderitz-Museum, Roselius-Haus, 1955

Die königliche Dynastie der Bamum wird bis in das späte 16. Jahrhundert zurückgeführt. Solche Figuren symbolisierten den Herrscher und dessen Ahnen. Bei festlichen Anlässen stellte man sie vor den Palast, damit sie für alle sichtbar die Erinnerung an die Ahnen hervorriefen, die die ununterbrochene Macht und Existenz des Königreiches demonstrierten. Die Gefäße in der Hand dieser Figur symbolisieren Schalen, aus denen bei festlichen Gelegenheiten Kolanüsse an die Anwesenden verteilt wurden.


Antilopen-Tanzaufsatz des Ciwara-Bundes, Patenschaft: 2.500,- €

Mali, Zuschreibung: Bamanan
Sammlung M.L.J. Lemaire, 1964

Tanzaufsätze wie diese beziehen sich auf die mythische Urzeit, als die Antilope den Menschen den Ackerbau lehrte. In Paaren getanzt stehen sie für Fruchtbarkeit. Sie erzielen hohe Preise auf dem Kunstmarkt und gelten weltweit als „Meisterwerke der Bamanan“. Forschungen belegen jedoch, dass der Ciwara und seine Objekte weit über das von der Kolonial-Ethnografie festgelegte Bamanan-Gebiet hinaus verbreitet sind.

Prestige-Pfeifenkopf, Patenschaft: 500,- €

Kamerun, Bamum
Sammlung Adolf Schipper, 1912

Mit großen Prestigepfeifen demonstrierte der König bei öffentlichen Auftritten und Zeremonien seine Macht. Diese Pfeife ist mit einem Spinnenmotiv versehen. Die Erdspinne verbindet bei Weissagungen die Welt der Lebenden mit der Welt der Ahnen. Die aufgeblähten Backen des menschlichen Gesichts sind ein Zeichen des Wohlstandes.

Revolvergürtel, Patenschaft: 200,- €

Äthiopien, um 1930
Sammlung Wagner, 1951

Ein edles Männergewand bestand aus einem Seidenkleid, einem reich verziertem Umhang, einem Mantel und einem Kopfschmuck. Ergänzt wurde es durch ein Schild und diverse Waffen. Neben Säbeln und Lanzen wurden auch Gewehre und Revolver verwendet.

Löwe, Patenschaftswert: 2.000,- €

Panthera leo, Linné, 1758

Löwen sind die größten Landraubtiere Afrikas. Als Lebensraum bevorzugen die in Rudeln lebenden Katzen die Savannen südlich der Sahara, doch kommen sie auch in Steppen und Halbwüsten vor. Unser weibliches Jungtier wurde etwa 1 Jahr alt. Es kam 1964 aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck nach Bremen und wurde 1966 von Chefpräparator Carl Bartels präpariert.

Patenkinder "Asien – Kontinent der Gegensätze"

Im Jahr 2006 eröffnete das Übersee-Museum im 2. Lichthof die ständige Ausstellung "Asien – Kontinent der Gegensätze". Einige der dort gezeigten Exponate fanden bereits anlässlich der Neugestaltung Pateneltern – andere warten noch auf einen "Familienanschluss". Ob Objekte aus Natur-, Völker- oder Handelskunde. Im Folgenden finden Interessierte eine kleine Auswahl.

Plumplori, Patenschaft 500,- €

Nycticebus coucang (Boddaert, 1785)

Kleines Museumsphantom: Plumploris zählen zu den Halbaffen und sind in den tropischen Regenwäldern Südostasiens zu Hause. Ihre Nahrung besteht neben Früchten und Insekten aus kleinen Reptilien, Vögeln und Säugetieren, die sie geschickt erbeuten. Dieser Plumplori hier ist etwas Besonderes: Er taucht in keinem Eingangsbuch oder Katalog des Übersee-Museums auf.

Binturong, Patenschaft 1.000,- €

Arctictis binturong (Rafles, 1821)

Vom Zoo ins Museum: Der Binturong zählt zu den Schleichkatzen. Zwar hat er als einzige einen Greifschwanz, den er zum Festhalten und als Balancierstange nutzt, ist größer als alle anderen Schleichkatzen-Arten und sein Fell ist anders strukturiert. Doch Lebensweise, Bezahnung und Nahrung weisen ihn eindeutig als eine von ihnen aus. Dieser Binturong stammt aus den „Tiergrotten Bremerhaven“, heute „Zoo am Meer“ und kam 1972 ins Haus.

Saiga, Patenschaft 1.000,- €

Saiga tatarica (Linné, 1766)

Beeindruckende Nase: Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass Saigas eine Mittelstellung zwischen Antilopen und Schafen einnehmen. Besonders auffällig ist die Nase, die in einem kurzen, beweglichen Rüssel endet. Ihr Lebensraum umfasst Steppen und Halbwüsten vom Kaukasus Russlands bis in den Südwesten der Mongolei. Diese Saiga kam über das Zoologische Museum Helsinki ins Übersee-Museum und wurde 1980 aufgestellt.

Stellersche Seekuh, Patenschaft 10.000,- €

Hautstück, Hydrodamalis gigas (Zimmermann, 1780)

Seltene Haut: Erst 1741 von Georg Wilhelm Steller entdeckt, war die Stellersche Seekuh bereits 1768 ausgestorben. Ihr Lebensraum waren einzig die Gewässer um die östlich vor der Küste Kamtschatkas gelegenen Kommandeur-Inseln. Das Übersee-Museum hält das weltweit größte bekannte Hautstück einer Stellerschen Seekuh vor. Es wurde zwischen 1876 und 1884 in die Sammlungen aufgenommen. Nur das Zoologische Museum St. Petersburg besitzt ein zweites, wesentlich kleineres Hautstück.

Sumpfbüffel, Patenschaft 10.000,- €

Bubalus arnee forma domesticata

Nicht wegzudenken: Ohne Sumpfbüffel – kein Reisanbau. Denn er ist das einzige Nutztier, das im nassen Reisfeld einen Pflug ziehen kann. Sumpfbüffel, auch Kerabau genannt, werden wohl schon seit 5.000 Jahren gezüchtet. Neben ihrem Einsatz als Zugtiere dienen sie auch als Reit- und Tragtiere. Das Übersee-Museum ist eines der wenigen Museen in Europa, die einen Sumpfbüffel zeigen können. Dieses Exemplar stammt aus einer asiatischen Zuchtlinie in Deutschland.

Patenkinder "Erleben, was die Welt bewegt"

"Erleben, was die Welt bewegt" präsentiert seit November 2010 zentrale Themen der Globalisierung, die sich nicht auf einzelne Kontinente reduzieren lassen. Einige Exponate aus Natur-, Völker- und Handelskunde stehen noch für Patenschaften zur Verfügung. Hier ist eine kleine Auswahl.

Gesichtsrahmen, Patenschaft: 500,- €

Tansania, Massai

Attraktive Männer: Tapferkeit, Selbstbewusstsein und Attraktivität wird von den Kriegern der Massai erwartet. So wenden sie viel Zeit für ihr äußeres Erscheinungsbild auf. Früher trugen sie einen solchen Gesichtsrahmen, der mit einem Lederband am Hinterkopf und Kinn befestigt wurde. Heute wird dieser wertvolle Schmuck aus Straußenfedern und Leder nur noch selten angelegt.

Reisweinkanne China, Patenschaft: 500,- €

Qing-Dynastie, Periode Kang Xi (1662 – 1722)

Langes Leben: In China gibt es das Schriftzeichen shou für „Langes Leben“. Wie im Schreibstil der Tuschemalerei ist diese außergewöhnlich geformte Kanne als Glückssymbol gestaltet.

Nandu, Jungvogel, Patenschaft: 300,- €

Rhea americana (Linné, 1758)

Zu Fuß unterwegs: Der südamerikanische Nandu ist nach den Kiwis der kleineste Laufvogel der Welt. Nandus sind Allesfresser: Sie nehmen fast alle Pflanzenteile zu sich, daneben reife Früchte, Insekten und kleine Wirbeltiere von der Eidechse bis zum Kleinvogel. Dieser Jungvogel ist etwa vier Wochen alt und stammt aus einer Fasanerie und wurde 2004 im Übersee-Museum präpariert.

Trommel, Patenschaft: 500,- €

Nigeria, Yoruba, Sammlung Ganslmayer, 1972

Sprechende Trommel: Die Yoruba in Nigeria lassen bis heute ihre Trommeln sprechen. Dafür schlägt der Trommler mit einem Krummstab auf die Membran und variiert die Tonhöhe durch Bewegen der außen liegenden Stimmschnüre. Wie in der tonalen Sprache der Yoruba erzeugt er einen Hoch-, Mittel- und Tief-Ton und kann durch seine Trommel sogar Gedichte vortragen.

Batak-Buch, Patenschaft: 200,- €

Indonesien, Sumatra, Batak, 19. Jahrhundert

Geheimes Wissen: Nur Zauberpriester, die Datus, beherrschten die Schrift der Batak, die weder Zeichensetzung noch Wörtertrennung kennt. In den Zauberbüchern „Pustaha“ – Leporellos aus Rinde mit hölzernem Einband - hielten die Datus ihre Kenntnisse in einer geheimen Ritualsprache fest. Meistens handelte es sich um Anweisungen für die Durchführung von Ritualen.