Kabinettausstellung Tibati – Bremen und zurück Vom kolonialen Raub zur Partnerschaft

Bis 3. Januar 2027
Wie hängen koloniale Gewalt, geraubte Kulturgüter und Partnerschaftsprojekte zusammen? Die Ausstellung im Kabinett Übersee geht dieser Frage nach und beleuchtet die wechselvolle Geschichte zwischen der kamerunischen Stadt Tibati und Bremen.

Die Geschichte des kolonialen RaubsElfenbein – Das „weiße gold“…

… war im kolonialen Kamerun heiß begehrt. 1899 wurde die Stadt Tibati nach Konflikten um eben dieses Elfenbein von der deutschen Kolonialtruppe geplündert und niedergebrannt. Ein Teil der Beute gelangte 1902 in die Sammlung des Übersee-Museums. Seit 2018 arbeiten Tibati, das Übersee-Museum und die Stadt Bremen zusammen, um dieses koloniale Unrecht aufzuarbeiten. Dabei entstanden Ideen für gemeinsame Projekte, etwa zu neuen Methoden der Honiggewinnung in Nordkamerun.

Aktuelle Fragen und ProjekteVon der Geschichte zur Gegenwart

Die Ausstellung präsentiert historische Exponate, Fotografien und Infografiken zur Geschichte Tibatis und zeigt zugleich, wie aus einer kolonialen Gewaltgeschichte neue Formen der Zusammenarbeit entstehen. Im Mittelpunkt stehen dabei aktuelle Fragen: Wie steht es um die Projekte? Welche Bedeutung hat die Restitution kolonialer Objekte und wie lässt sich eine gemeinsame Zukunft gestalten?