Online-ProjektStories vom blauen Kontinent
Das Projekt & die Mitwirkenden

Das kollaborative Austellungsprojekt des Übersee-Museums Bremen „Der blaue Kontinent“ war eine außergewöhnliche Reise, zu der viele Stories entstanden ist.

Entdecken Sie Hintergründe der Museumsarbeit, die Herausforderungen eines internationalen Projekts, vielseitige Informationen zu Umwelt und Nachhaltigkeit, verschiedene Experimente und künstlerische Einblicke sowie pazifische Perspektiven.

Die MitwirkendenDie Gesichter hinter dem Projekt

Schwarzweiß Portrait mit lächelnder Frau

Sohaila Abdulali

Sohaila Abdulali stammt aus Bombay und ist in New York zuhause. Sie schreibt für ihren Lebensunterhalt und auch zum Spaß. Ihr jüngstes Buch ist What We Talk About When We Talk About Rape, das bisher in acht Sprachen übersetzt wurde. Sie hat die Novellen The Madwoman of Jogare and Year of the Tiger verfasst sowie vier Kinderbücher – die RangBibi and Langra Serie.Ihre Kurzgeschichten und Sachbücher wurden international veröffentlicht, und sie schreibt seit fünf Jahren eine Kolumne über Gender in Mint und der New York Times die einen neuen Leserrekord aufstellte, sowie zahlreiche Artikel zu Themen von der Strafjustiz über die Malariabekämpfung bis hin zu Entwicklungsfragen. Sie schreibt Website-Texte, Berichte, Geschichten und alles andere … Sie und ihr Laptop haben sich an unerwarteten Orten wiedergefunden, von Samoa über Utrecht bis Jaipur, um über die Welt nachzudenken.

Lächelnde Frau mit Brille und Locken

Simran Ahuja

Simran Ahuja ist eine indische Journalistin, die in großen indischen Publikationen wie The Hindu, The New Indian Express und The Times of India veröffentlicht. Derzeit lebt sie in Deutschland, wo sie im Rahmen des Erasmus-Mundus-Programms für Journalismus, Medien und Globalisierung einen Master-Abschluss anstrebt, den sie mit einem Doppelabschluss an der Universität Aarhus, Dänemark, und der Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland, erwerben wird. Sie ist außerdem freiberufliche Autorin und Kommunikationsspezialistin.

Schwarzweiß-Porträt

Hinemoana Baker

Die Dichterin und Performerin Hinemoana Baker stammt von Māori-Stämmen auf der Nord- und Südinsel von Aotearoa Neuseeland ab. Mit ihren Gedichtsammlungen, Originalmusikalben und anderen akustischen und schriftlichen Arbeiten war sie in den letzten 25 Jahren in vielen Ländern der Welt auf Bühnen und auf Papier zu sehen. 2023 wurde ihre jüngste Gedichtsammlung Funkhaus in Deutschland als zweisprachiger Band (Englisch und Deutsch, übersetzt von Ulrike Almut Sandig) von Voland & Quist | AZUR Edition veröffentlicht.

Porträt eines Mannes

Sean-Joseph Choo

Sean-Joseph Takeo Kahāokalani Choo ist ein queerer, multiethnischer, vielseitiger Künstler aus Hawaii. Er ist der leitende „Lead Steward + Head Jester & Primary Arts Advocate“ des Kamamo House, einer Organisation zur Förderung von Künstlern, einem Theaterkollektiv und einem Podcast.

Zu Seans innovativer und preisgekrönter kreativer Arbeit gehören seine Theaterstücke „Otou-san“, „The Isle is Full of Noises“ und „Tourist Shell Shock“ sowie die zahlreichen Shows, die er mit dem Honolulu Theatre for Youth entwickelt hat, darunter „Stories of Oceania“ (Hauptdarsteller, Komponist), „Da Holidays“, eine Episode von The HI Way (Co-Produzent, Co-Autor, Komponist und Co-Regisseur), und Imi Ā Loaʻa (Co-Autor, Darsteller und Komponist), ein Augmented-Reality-Stück.

Sean wurde die Ehre zuteil, einer von drei Pasifika-Auftragskünstlern im Rahmen von Weaving a Narrative zu sein, einer Workshop-Reihe, die in Zusammenarbeit mit dem Übersee-Museum (Deutschland) und dem Pacific Virtual Museum Project (Neuseeland) ins Leben gerufen wurde. Er freut sich darauf, weiterhin Pilina mit anderen Pasefika-Menschen zu pflegen, Talk Story Talanoas zu kultivieren und Aloha zu verbreiten, wo auch immer er hingeht.

Frau im Seitenprofil, riechend an einer Rose

Sarah Gillett

Sarah Gillett ist Künstlerin und Autorin aus Lancashire, Großbritannien, die sich mit dem Leben der Dinge über
Raum und Zeit hinweg beschäftigt. Sie hat eine Vorliebe für Meteoriten, die Farbe Blau, alte Wörterbücher, Glas-Briefbeschwerer und frühe Postkarten. In einem Paralleluniversum ist sie Astronautin.

Lisa Hili

Lisa Hilli ist Künstlerin und unterstützt Museen bei der Kuratierung von Ausstellungen, in deren Mittelpunkt indigene Perspektiven gestellt werden. Sie ist zudem Mitglied von „Powerhousegalang“, eines internationalen indigenen Think-Tanks des Powerhouse Museum in Australien. Außerdem ist Lisa Hilli Mitglied der Arbeitsgruppe Ozeanien des „Australian Dictionary of Biography“, das sich für die Darstellung des pazifischen Lebens in Australien einsetzt.

Porträt einer langhaarigen Frau

Mahima Jain

Mahima Jain ist eine Journalistin, die über die sozio-ökonomischen Aspekte von Geschlecht, Gesundheit und Umwelt berichtet. In ihren Reportagen, Artikeln und Podcasts beleuchtet sie die Themen Ungleichheit und Ungerechtigkeit in bestehenden Systemen. Ihre Artikel wurden in über zwei Dutzend internationalen und indischen Publikationen veröffentlicht. Im Jahr 2024 war sie Stipendiatin für Klimajournalismus am Constructive Institute der Universität Aarhus in Dänemark. Zuvor hatte sie redaktionelle Positionen bei der The Hindu Group und der London School of Economics inne. Mahima war 2021 Finalistin für den Thomson Foundation Young Journalist Award, die Mumbai Press Club Redink Awards und die Society of Publishers in Asia Awards. Für ihre Bericht-erstattung über Geschlechterfragen in Indien wurde sie zweimal mit dem UNFPA Laadli Award ausgezeichnet.

Faiza Khan

Faiza Khan war früher beratende Lektorin bei Bloomsbury UK und arbeitet derzeit als freiberufliche Lektorin für Verlage wie Faber & Faber, Penguin-Random House und HarperCollins sowie für Einzelkunden. Sie ist außerdem Gründungsdirektorin von Silk Road Slippers und konzipiert und leitet Meisterkurse für kreatives Schreiben in Marrakesch und London mit einigen der renommiertesten Autoren der Welt, über die in der Financial Times und The Times berichtet wurde.

Lächelnde Frau blickt in die Kamera

Emelihter Kihleng

Emelihter Kihleng stammt von der Insel Pohnpei, Mikronesien, und ist dort, auf Guam und in Honolulu, Hawaiʻi, aufgewachsen. Sie ist Kuratorin für pazifische Kulturen am Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa und war als Kuratorin am Denver Art Museum in Colorado und am MARKK – Museum am Rothenbaum in Hamburg tätig. Die Poesie ist Emelis erste Liebe, und ihre erste Sammlung, My Urohs, wurde 2008 von Kahuaomānoa Press veröffentlicht. Sie war Mitherausgeberin von Indigenous Literatures of Micronesia (University of Hawaiʻi Press, 2020) und hat Gedichte in verschiedenen Literaturzeitschriften veröffentlicht.

Sitzender Mann mit Bewegungseffekt auf einem Sofa, vor brennendem Hintergrund und links Armen, die mit Pistolen auf ihn zielen

Hamish Kokaua

Stacey Kokaua und Hamish Kokaua sind Geschwister, deren Vorfahren den Ngāti Arerā ō Rarotonga, den Ngāti Pāmati und die Pākehā angehören. Sie leben mit ihrer kōpū tangata (Familie) an verschiedenen Orten entlang der Otago-Halbinsel. Stacey ist Schriftstellerin, hat Essays und Kurzgeschichten veröffentlicht und promoviert derzeit im Fach „Pacific Literary Studies“ an der University of Otago. Hamish ist Programmierer und produziert unter dem Namen Scapegoat Mercy Musik. Das Projekt „Weaving the narrative“ ist ihr erstes gemeinsames Projekt.

Portrait einer Frau mit Brille und gelocktem Haar vor dunklem Hintergrund

Stacey Kokaua

Stacey Kokaua und Hamish Kokaua sind Geschwister, deren Vorfahren den Ngāti Arerā ō Rarotonga, den Ngāti Pāmati und die Pākehā angehören. Sie leben mit ihrer kōpū tangata (Familie) an verschiedenen Orten entlang der Otago-Halbinsel. Stacey ist Schriftstellerin, hat Essays und Kurzgeschichten veröffentlicht und promoviert derzeit im Fach „Pacific Literary Studies“ an der University of Otago. Hamish ist Programmierer und produziert unter dem Namen Scapegoat Mercy Musik. Das Projekt „Weaving the narrative“ ist ihr erstes gemeinsames Projekt.

Sitzende Frau mit Kopfschmuck an Schreibtisch

Taputukura Raea

Taputukura Raea stammt von den Cookinseln und hat Wurzeln auf den wunderschönen Inseln Mauke, Pamati, Rarotonga und Tahiti. Sie ist in Paraparaumu in Wellington, Neuseeland, aufgewachsen. Taputukura hat einen Master-Abschluss in Meeresbiologie und arbeitete zuvor mit Māori- und Pazifik-Schülern zusammen, um das Mātauranga Māori und die pazifischen Traditionen in neuseeländischen Schulen zu revitalisieren. Als Engagement Manager in der National Library of New Zealand setzt sie sich leidenschaftlich dafür ein, Verbindungen zwischen den pazifischen Gemeinschaften herzustellen, die ihre Geschichten teilen möchten, und dem GLAM-Sektor (Galleries, Libraries, Archives, Museums), der wertvolle Schätze des pazifischen Kulturerbes bewahrt.

Schwarzweiß Portrait

Natasha Ratuva

Natasha Ratuva (she/her) ist eine Taukei (Kadavu vasu i Bua) multidisziplinäre Künstlerin mit Sitz in Ngāti Rākaiwhakairi whenua in Aotearoa, Neuseeland. Natashas Arbeit erstreckt sich auf Fotografie, digitale Kunst, Poesie, Gartenarbeit und traditionelle Praktiken der Taukei. In letzter Zeit hat Natasha Masi (einheimisches Rindenbastwerk von Fiji) in den Vordergrund ihrer kreativen Praxis gerückt. Masi ist ein fester Bestandteil der Taukei-Kultur und -Tradition und wird oft bei Zeremonien im Laufe des Lebens einer Person eingesetzt. Natasha verwendet natürliche Pigmente und Farbstoffe, um traditionelle Muster und zeitgenössische Kompositionen sorgfältig von Hand auf Masi zu malen und so den Ausdruck ihrer Taukei-Identität neu zu gestalten und zu erweitern.

Radek Rudnicki

Audiovisueller Experience Designer, Sound- und New-Media-Künstler. Er hat internationale Förderungen und Auszeichnungen erhalten und wird regelmäßig zu Konferenzen und Residenzprogrammen eingeladen. Radek hat mit dem GISS der NASA, SpaceBase, Neuseeland und dem Stockholm Environment Institute an Projekten zusammengearbeitet, die Kunst, Wissenschaft und Technologie miteinander verbinden und die er in den USA, Europa und Neuseeland vorgestellt hat. In seinen Werken befasst er sich mit einer Vielzahl von Aspekten der digitalen Kunst, darunter algorithmische Komposition, generative KI, freie Improvisation und die Rekontextu-alisierung traditioneller Musik mithilfe von Elektronik. Seine Projekte wurden auf Veranstaltungen wie dem Tokyo Festival of Modular, dem Stockholm Tech Fest, New Frontiers in Neuseeland, dem London Jazz Festival, der Elbphilharmonie in Hamburg und dem Copernicus Science Centre in Warschau, Polen, vorgestellt.

Mann in der Hocke, der eine Pflanze hält

Kush Sethi

Kush Sethi ist Gärtner, Wildkräutersammler und Pädagoge und lebt in Neu-Delhi. Nach seiner Ausbildung im Bereich der „Grünen Chemie“ wandte er sich der Stadtökologie in den Wäldern des Delhi Ridge zu, indem er Feldforschung betrieb. Inspiriert von der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen begann er, sich intensiv mit den Problemen städtischer Landschaftsgestaltung und -pflege auseinanderzusetzen und wildere nachhaltige Ansätze zu entwickeln. Seit 2017 hat er über 20 private Hausgärten entwickelt und naturbezogene Wanderungen kuratiert, bei denen der Schwerpunkt auf partizipativer Wissensbildung für Reisende, Unternehmen und einheimisches Publikum liegt.

Kush verfügt über Erfahrung mit digitalem Storytelling für Kunst- und Kulturprojekte, gefördert von Expert*innen und von Behörden, die sich für städtische Biodiversitätszonen, historische Stätten, Architektur, Ernährung und mündlich überlieferte Geschichte einsetzen. Derzeit hält er an mehreren indischen Universitäten Vorlesungen zu den Modulen „Gartenbau und Ökologie“.

Lächelnde Person in blauem Anzug

Patrick S. Thomsen

Seuta’afili Patrick Thomsen (he/they) ist Senior Lecturer in Global Studies und Senior Research Fellow an der Faculty of Medical Health Sciences (Fakultät für medizinische Gesundheitswissenschaften) der Waipapa Taumata Rau – The University of Auckland. Dr. Thomsen ist samoanischer Abstammung aus den Dörfern Vaimoso, Vaigaga und Moamoa im unabhängigen Samoa und wuchs in South Auckland, Neuseeland, auf. Er ist auch der leitende Forscher des Manalagi-Projekts, des ersten pazifischen Regenbogen+ (queer, LGBTQIA+, MVPFAFF+) Gesundheits- und Wellbeing-Projekts, das vom Health Research Council of New Zealand finanziert wird. Er promovierte 2018 an der University of Washington und erhielt seinen Master-Abschluss in International Studies (Internationalen Studien) von der Seoul National University in Südkorea. Dr. Thomsens Forschungsschwerpunkte sind Wellbeing (Wohlergehen) pazifischer queerer Gemeinschaften in Aotearoa-Neuseeland, pazifische Forschungs-methodologien und -methoden sowie queere Transnationalismen. Seine Doktorarbeit war die erste Studie, die pazifische Forschungsmethoden in einem koreanischen Queer-Studienkontext einsetzte, was in seinem Buch „From Sleepless in Seattle to I Seoul You: Koreanische schwule Männer und interkulturelle Begegnungen in transnationalen Zeiten“.

Porträt einer Frau im blauen Pullover

Catherine Wallace

Catherine Wallace ist eine Autorin und preisgekrönte Redakteurin mit einer Leidenschaft für die Kunst und Anthropologie des Journalismus. Im Rahmen von Stipendien und in den Redaktionen mehrerer führender kanadischer Zeitungen hat sie die verbindende Kraft des Geschichtenerzählens erforscht und erkundet, wie sich deren Macht in kulturellen und urbanen Bereichen ausweiten lässt;

Illustration einer lächelnden Person mit Bleistift hinter dem Ohr auf rotem Hintergrund.

Zam Zadeh

Zam Zadeh, geboren in Isfahan (Iran), ist Regisseurin, Illustratorin und Geschichtenerzählerin. Sie beschäftigt sich mit spekulativer Erzählung, bildender Kunst und digitalem Storytelling. Ihre Arbeiten wurden bereits in Südkorea, der Schweiz, Deutschland, Kanada und Belgien gezeigt.

Im Jahr 2020 wurde ihr Virtual-Reality-Projekt auf der Grundlage der Poesie von Omar Khayyam – Glad that I came, not sorry to depart – mit dem Preis der Jury des Anima-Festivals ausgezeichnet.

Förderung des Projektes

Wir danken unseren Förderern

  • Logo Karin und Uwe Hollweg Stiftung
  • Logo Waldemar Koch Stiftung
  • Logo Sparkasse Bremen

Das Projekt NEO-Collections wurde gefördert im Programm Kultur Digital

Gefördert im Programm Kultur Digital der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien:

Wir Danken unseren Förderen

  • Logo Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Wir danken unserem Kooperationspartner:

  • The national University of Samoa
  • digital pazifik.org beta

“Wer spannende Geschichten erzählen möchte, muss die Geduld haben, sich eingehend mit Menschen zu beschäftigen.”

Priya Padma
im gespräch mit Catherine Wallace

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