Position beziehen

Haltung zeigen

Die gesellschaftliche Neutralität der Museen wird seit Jahren zunehmend in Frage gestellt. Galt es in den letzten Jahrzehnten, das Museum als einen neutralen Ort für alle zu etablieren, so wird jetzt eine klare Positionierung verlangt: Für welche Werte steht das Haus? Welche Haltung nimmt es in Bezug auf die großen gesellschaftspolitischen Debatten ein?

Dass ein Museum dabei nicht seine wissenschaftliche Integrität verlieren darf, dass es nicht im übertragenen Sinne zum politischen Aktivisten werden darf, legen Untersuchungen aus den USA nahe: Museen genießen ein großes Vertrauen in der Bevölkerung. Die Menschen gehen davon aus, dass das Präsentierte die jeweiligen Realitäten widerspiegelt.

Unsere Herausforderung wird in den kommenden Jahren darin bestehen, Position zu beziehen, ohne dabei den Anspruch, ein „Museum für alle“ zu sein, fallen zu lassen.

streng schauender Kopf einer steinernen Statue

Dekolonisierung erfordert Dialog, Expertise und Unterstützung

2. Mai 2019 – Anlässlich der Jahreskonferenz 2019 der Direktor*innen der Ethnologischen Museen im deutschspra­chigen Raum in Heidelberg wurde die Stellungnahme „Dekolonisierung erfordert Dialog, Expertise und Unterstützung“ verabschiedet.

Zur Heidelberger Stellungnahme
Portraitfotos von Frauen und Männern. Der Rahmen um die Fotos ist mit Elementen aus den Flaggen amerikanischer Länder hergestellt.

Open Letter in Support of the Reconstruction of the National Museum of Rio de Janeiro

Am 2. September 2018 wurde das Nationalmuseum von Rio de Janeiro, Brasilien, durch ein verheerendes Feuer zerstört und hat mehr als drei Viertel seiner historischen Sammlungen verloren.

Zum offenen Brief (in englisch)