In zwei Vorträgen geben Dr. Renate Noda und Dr. Lola Shamukhitdinova einen Überblick über die faszinierende Geschichte der Seidenstraße und den Kulturaustausch entlang ihrer Routen. Dr. Lola Shamukhitdinova gewährt anhand ihrer Sammlung an bestickten Kopfbedeckungen aus Zentralasien (Tubeteikas) Einblicke in das reiche textile Erbe der Seidenstraße. Mit einem Konzert der Gruppe „Sedaa“ wird der Abend ausklingen. Der in seiner mongolischen Heimat ausgebildeten Meistersänger Naraa Naranbaatar und der virtuose Hackbrettspieler Ganzorig Davaakhuu entführen gemeinsam mit dem iranischen Multiinstrumentalisten Omid Bahadori in eine wahrhaft beeindruckende Welt zwischen Orient und mongolischer Steppe.
20,- €, ermäßigt 15,- €
Karten im Vorverkauf an der Museumskasse, evtl. Restkarten an der Abendkasse
Einlass: 17.15 Uhr
Veranstaltung findet im 1. Lichthof statt. Die Ausstellung Asien ist geöffnet.
Programm
17.30 Uhr
Seidenstraße: Pfade des Wissens und der Waren mit Dr. Renate Noda
Die Seidenstraße, jenes antike Netz von Handelsrouten, das Ostasien und Südostasien mit Ostafrika und Südeuropa verband, brachte zahlreiche Kulturen in Kontakt. Handelswaren wie Seide, Baumwolle, Lackwaren, Porzellan, Jade, Elfenbein, Pferde oder Gewürze wurden über Land, aber auch über den Seeweg transportiert. Doch nicht nur wirtschaftlicher Austausch fand über diese Routen statt – mit den Handelskarawanen wanderten auch Ideen, Technologien, Religionen und Wissenschaften. Als Sinologin betrachtet Dr. Renate Noda diesen frühen globalen Handel von der Warte Chinas aus und eröffnet damit für Europäer*innen oft neue Sichtweisen auf die Weltgeschichte.
18.30 Uhr
Gesticktes Gedächtnis: Traditionelle Kopfbedeckungen – ein einzigartiger Teil der textilen Kultur Zentralasiens mit Dr. Lola Shamukhitdinova
Bestickte Kopfbedeckungen aus Zentralasien – sogenannte Tubeteikas – geben Einblicke in das reiche textile Erbe der Seidenstraße. Farben, Formen und Muster erzählen von Geschichte, Handwerk und Identität. Sie repräsentieren die Vielfalt der Regionen, Techniken und dekorativen Besonderheiten und sind ein lebendiges Zeugnis des kulturellen Reichtums dieser Traditionen.
19.45 Uhr
Konzert Sedaa
‘Sedaa’ bedeutet im Persischen ‘Stimme’ und verbindet die traditionelle mongolische mit der orientalischen Musik zu einem ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Ganzen. Die Grundlage ihrer modernen Kompositionen bilden Naturklänge – erzeugt mit traditionellen Instrumenten und durch die Anwendung uralter Gesangstechniken nomadischer Vorfahren, bei denen ein Mensch mehrere Töne zugleich hervorbringt. Vibrierende Untertongesänge und der Kehlgesang Hömii sowie die wehmütigen Klänge der Pferdekopfgeige Morin Khuur und die perligen Töne des mit 120 Saiten bespannten Hackbretts verschmelzen zusammen mit pulsierenden orientalischen Trommelrhythmen zu einer mystischen Melange der Schwingungen und Stimmungen.
Homepage der Band mit Hörbeispielen: https://www.sedaamusic.com/home
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