Sekundarstufe II

Die Natur ferner Länder, deren Bewohner*innen und ihre Kultur entdecken: Im Übersee-Museum bedeutet das für Schüler*innen in altersgerechter Form selbst zu forschen, zuzuhören, anzufassen, auszuprobieren und neues Wissen anzuwenden. Die Themenvielfalt der musemspädagogischen Angebote ist groß. Nachfolgend finden Sie die Angebote für die Sekundarstufe II. Gerne informiert das Team der Bildung und Vermittlung über weitere Möglichkeiten.

Zum Kennenlernen

Eine Museumsreise

Dauer: 60 Minuten

In einer Stunde um die Welt! Im Übersee-Museum werden die Kontinente „Asien“, „Afrika“ und „Amerika“ mit nur ein paar Katzensprüngen besucht. Die Schüler*innen entdecken eine bunte Mischung aus alten und neuen Objekten, Tieren in ihren Lebensräumen, persönlichen Geschichten von Menschen aus verschiedenen Ländern und wichtigen Waren für die alte Handelsstadt Bremen. Sie lernen das Übersee-Museum kennen und erfahren, warum und wie Museen sammeln.

Geschichte

Papua-Neuguinea – vergessene deutsche Kolonialgeschichte

Dauer: 60 Minuten (Nur buchbar im Dezember 2025)

2025 jährt sich das Ende der australischen Kolonialherrschaft in Papua-Neuguinea zum 50sten Mal. Anlässlich dieses Datums wollen wir daran erinnern, dass auch das Deutsche Reich einmal, nämlich von 1884 bis 1918, weite Gebiete des heutigen ozeanischen Staates beherrscht hat. „Deutsch-Neuguinea“ war Teil der „deutschen Südsee“. Unter anderem bietet die neue Dauerausstellung der „Blaue Kontinent – Inseln im Pazifik“ Gelegenheit, sich diesem eher vergessenen Kapitel deutscher Kolonialgeschichte zuzuwenden.

Im Rahmen des Rundgangs wird kritisch über die Motive für die Kolonisierung „Deutsch-Neuguineas“, über das Leben der dortigen Bevölkerung und den Alltag der Deutschen gesprochen. Die Bremer Reederei „Norddeutscher Lloyd“ stellte die Schiffsverbindung in das „Schutzgebiet“ her. Sie ermöglichte auch, dass eine riesige Sammlung von Kulturgut aus Papua-Neuguinea, in dieser Zeit in das Museum gelangte. Im Rahmen der Führung können im Schaumagazin des Hauses entsprechende Stücke betrachtet werden. Die Frage nach der genauen Herkunft und den Umständen der Erwerbung dieser Gegenstände beschäftigt die Provenienzforschung, deren Arbeit ebenfalls kurz angesprochen werden soll.

Auf den Spuren des deutschen Kolonialismus in Afrika

Dauer: 60 oder 90 Minuten

Nach einer kurzen allgemeinen Einführung in Begriff und Geschichte des Kolonialismus wird der Blick auf die deutsche Kolonialherrschaft gerichtet. Dabei kommen u.a. der Völkermord an den Herero und seine Folgen sowie die politische Situation in Kamerun zur „Zeit der Deutschen“ zur Sprache. Es werden sowohl Bezüge zur Vergangenheit des Museums als auch Bremens hergestellt.

Geografie / Wirtschaft / Politik

Amerika in Bewegung

Dauer: 60 Minuten

Das Amerika des 21. Jahrhunderts, die Unterschiede zwischen Nord- und Lateinamrerika in Politik, Wirtschaft und Kultur wie auch die prägende Kraft der Religion, werden vor dem Hintergrund der verschiedenen Einwanderungswellen seit 1492 erklärt. Ein Rückblick auf die geologischen und klimatischen Veränderungen zeigt, dass aber auch Binnenmigrationen die Entwicklung der Lebensräume der Tier- und Pflanzenwelt maßgeblich geprägt haben. Auf den Ausstellungsbereich Einwanderung folgen die Themenkomplexe Religion, Politik und Gesellschaft sowie Welthandel. Zum Abschluss werden inneramerikanische Fragestellungen in ihren globalen Auswirkungen betrachtet.

Was bedeutet Globalisierung für uns Menschen und Natur

Dauer: 60 Minuten

Im Fokus der Führung steht die Entstehung, die Weiterentwicklung, sowie die Auswirkungen und heutigen Ausprägungen von Globalisierung auf den Menschen und die Natur. Anhand von Beispielen zu Produktionsketten in Asien, Rohstoffgewinnung in Afrika und dem Umgang mit Umwelt und Energie in Amerika werden grundlegende Mechanismen aus ökonomischen und ökologischen, sowie aus politischen und sozialen Blickwinkeln analysiert und diskutiert.

Musik

Einführung in die indonesische Gamelan-Musik

Dauer: 60 oder 90 Minuten

Workshop in Kleingruppen bis max. 13 Personen

Egal ob Gong, Kenong, Saron oder Bonang – das Spiel auf den Instrumenten eines Gamelan Orchesters aus Java ist leicht zu lernen und macht vor allem in der Gruppe Spaß. Die Schüler*innen erarbeiten die Grundzüge eines indonesischen Musikstücks auf den Originalinstrumenten des Museums. Dabei steht das Ensemblespiel im Mittelpunkt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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