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Afrika

Es ist ein Name, der zahlreiche Assoziationen weckt. Aber was steckt wirklich dahinter? Diese Ausstellung des Übersee-Museums wirft Schlaglichter auf einen vielgestaltigen Kontinent, die Neues, mitunter Erstaunliches offenbaren. Wertvolle Originale aus der Museumssammlung, verschiedene Medien, eindrucksvolle Dioramen und Modelle bieten vielfältige Zugänge in das heutige aber auch das historische Afrika.

Das Leben in der pulsierenden Metropole Nairobi, die faszinierenden Naturräume sowie der Rohstoffreichtum Afrikas, die wechselvolle Geschichte des Kontinents und nicht zuletzt auch die Menschwerdung bilden thematische Schwerpunkte. Doch auf der Reise durch diese fünf Bereiche gibt es noch mehr zu entdecken. Die Arbeiten zeitgenössischer afrikanischer Künstler eröffnen neue Blickwinkel und bereichern die Ausstellung.

Wir danken unseren Förderern für Ihre Unterstützung bei der Realisierung der Afrika-Ausstellung sowie dem Bundesministerium Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit für die Ermöglichung der Erneuerung der Ausstellungs-
beleuchtung auf LED-Technik.

 

Alltag

Afrika verzeichnet die weltweit höchste Urbanisierungsrate. Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt. Doch wie gestalten sie hier ihren Alltag? Das Beispiel Nairobi, die Hauptstadt Kenias, liefert Einblicke in zentrale Aspekte des täglichen Lebens, wie etwa Wohnen, Mode, Bildung und Verkehr. So zeigen sich wichtige Unterschiede aber auch Verbindungen zwischen dem Leben in der Stadt und auf dem Land.

Sechs Video-Portraits aus Kenia

Sam Hopkins und Slum-TV, 2013
Co-Produzenten: Esther Waweru, Elijah Mumo, EphantusKariuki, IdahOpollo, Collins Omondi, Pauline Awuor und Sophia Bauer

Drehbuch Leben: Im Zentrum dieser Filme stehen sechs Menschen aus Nairobi und dem ländlichen Kenia. Eine Modedesignerin, ein Rapper, eine Wohnungsmaklerin, ein Lehrer, ein Farmer und ein Motorrad-Taxi-Fahrer stellen einen Tag ihres Lebens nach. Vorlage waren eigens dazu verfasste Tagebücher der Portraitierten. Regisseur Sam Hopkins ist Konzeptkünstler und lebt in Nairobi, ebenso wie die Mitglieder des Medienkollektivs Slum-TV.

Karibu Mtaa

Maasai Mbili, 2013
Collage, verschiedene Materialien

Willkommen im Viertel: So lautet die Übersetzung des Namens „Karibu Mtaa“ dieser Wandcollage. Sie vermittelt einen Eindruck der sehr unterschiedlichen Lebensstile, die in den vier gezeigten Stadtteilen Nairobis gepflegt werden. Die gelben Linien sind Erkennungszeichen der Matatu-Busse, die diese Viertel zu einer Metropole verbinden. Die Künstlergruppe Maasai Mbili wurde 2001 gegründet und arbeitet in Kibera, Nairobi.

Kora

Westafrika, vor 1955

Geschichtsträchtige Musik: Die Stegharfe oder Kora ist das Instrument der Griots in Westafrika. Als Preissänger und Dichter genossen sie hohes Ansehen und fungierten lange als Geschichtsschreiber verschiedener Gesellschaften. Die epischen Texte und das Spiel der Instrumente wurden innerhalb der Familie weitergegeben. Viele heute berühmte westafrikanische Musiker entstammen der Tradition der Griots.

Boda-Boda

Nairobi, Kenia, 2013

Praktisches Verkehrsmittel: Der Begriff Boda-Boda erinnert an das englische Wort border für Grenze. In den 1960er Jahren dienten zunächst Fahrräder und später Motorräder als schnelle Transportmittel an der kenianisch-ugandischen Grenze. Von dort aus verbreiteten sie sich in der gesamten Region. Heute bieten sie vor allem in Städten eine günstige und auch schnelle Alternative zu Bus oder Sammeltaxi.

Automodelle

Nairobi, Kenia, 2012

Genau wie die Großen: Fragt man Einwohner Nairobis nach einem Merkmal der Stadt, verweisen nicht wenige auf die ständigen Staus. Diese Spielzeugautos sind Nachbildungen charakteristischer Verkehrsmittel der kenianischen Hauptstadt. Sie wurden von Raha Toys, einer kleinen Werkstatt im Slumbezirk Mathare Valley, gefertigt. Hier entstehen in liebevoller Detailarbeit Spielzeuge aus wiederverwendeten Materialien.

Schuluniformen

Nairobi, Kenia, 2012

Kinder in Einheitskleidung: Nach britischem Vorbild verfügt jede Schule in Kenia über eine eigene Uniform. Unter den Schülern sind sie umstritten. Einige tragen die Uniform mit großem Stolz, andere würden lieber in eigener Kleidung die Schule besuchen. Die staatlichen Schulen sind kostenfrei. Doch der Kauf einer Uniform bedeutet für Eltern mit geringem Einkommen eine erhebliche finanzielle Belastung.

Lebensraum Wüste

Rund zwei Drittel der nördlichen Landfläche Afrikas sind von Wüste bedeckt. Trotz der scheinbar lebensfeindlichen Bedingungen leben hier zahlreiche Pflanzen und Tiere. Sie haben sich diesen Lebensraum - übrigens genauso wie der Mensch - durch Anpassung erschlossen. Aber so faszinierend die Wüste auch sein mag: Ihre fortschreitende Ausbreitung stellt Mensch und Natur gleichermaßen vor große Herausforderungen.

Aasblume

Streng duftende Schönheit: Die Stapelie, auch Aasblume genannt, speichert in ihrem Gewebe Wasser. Damit ist sie hervorragend an trockene Standorte angepasst. Die großen fleischfarbenen Blüten verströmen einen aasartigen Geruch und locken damit Fliegen an, von denen sie sich bestäuben lassen. Die Täuschung ist so perfekt, dass die Fliegen sogar ihre Eier auf der Blüte ablegen. Die Larven verhungern.

Modell des Dorfes Djigué

Maßstab 1:87

Gemüse in der Wüste: Das malische Dorf Djigué liegt mitten in der Sahelzone. Durch Überweidung und Abholzung dringt die Wüste immer weiter vor. Die Menschen Djigués wollen deren Ausbreitung und ihrer Armut entgegenwirken. Gemeinsam bewirtschaften sie einen Garten, in dem Obst und Gemüse angebaut wird. Sie bauen Brunnen und schaffen mit einer geregelten Wasservergabe erstmals die Grundlage für eine gerechte, zuverlässige und planbare Wasserversorgung.

Fennek

Die Ohren gespitzt: Um der Hitze des Tages zu entgehen, geht der Fennek in der Dämmerung und des Nachts auf Jagd. Da er in der Dunkelheit nur sehr wenig sieht, muss er andere Sinne einsetzen, wenn es darum geht, seine Beute aufzuspüren. Dabei hilft ihm sein gutes Gehör. Mit seinen großen Ohren kann er leiseste Geräusche wahrnehmen und orten, woher sie kommen.

Mendesantilope

Bedrohter Wüstenbewohner: Die Mendesantilope war früher in weiten Teilen der Sahara verbreitet. Heute ist sie durch Bejagung fast ausgerottet. Das Tier lässt seine Körpertemperatur selbst ansteigen und vermeidet so Überhitzung und Wasserverlust durch Schwitzen. Es kommt lange ohne Wasser aus, weil seine pflanzliche Nahrung ausreichend davon liefert. Eine Wasserquelle in Trockenzeiten ist das Kürbisgewächs Koloquinte.

Oasenmodell

Blühende Wüste: Um in der Wüste leben zu können, ist der Mensch auf Oasen angewiesen. Sie werden unter anderem landwirtschaftlich genutzt. Voraussetzung dafür ist ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem. Eine wichtige Rolle für den Ernteerfolg spielt die Dattelpalme. Sie liefert nicht nur Nahrung und Bauholz, sondern spendet zudem Schatten für empfindlichere Pflanzen wie Orangen, Zwiebeln und Karotten.

Westsahara

Ausgeschlossen: Seit 1976 hält der Staat Marokko die Westsahara besetzt. Ein Vorgehen, das von der UNO verurteilt wird. Zur Abgrenzung des beanspruchten Territoriums wurde seitens Marokko ein Sandwall in der Wüste errichtet und das Gelände vermint. Für die dort ansässigen Sahauris hieß das, ihren ursprünglichen Lebensraum verlassen zu müssen. Heute leben viele von ihnen in algerischen Flüchtlingslagern.

Ressourcen

Kaffee, Kakao, Tabak, Baumwolle oder Coltan - zahlreiche Rohstoffe des europäischen Alltags stammen vom afrikanischen Kontinent. Auch die Nationalparks als touristische Ziele sind mittlerweile wichtige Einnahmequellen. Dennoch: Die Afrikaner können dieses Potential derzeit nicht für sich ausschöpfen. Die Folge sind eine halbe Milliarde Menschen, die von nur einem Dollar pro Tag leben müssen.

Diamanten

(Repliken)

Wertvoller Kohlenstoff: Viele berühmte Diamanten stammen aus Afrika. Hier werden die weltgrößten Reserven vermutet. Wenige international tätige Firmen fördern und vermarkten einen Großteil des Ertrages. Kleine Minen und selbstständige Schürfer arbeiten oft unter gefährlichen Bedingungen. Ihre Funde verkaufen sie meist unter Wert an lokale Machthaber oder überregional arbeitende Käufer. Nur ein Bruchteil der Gewinne bleibt ihnen.

Piroge aus dem Senegal

Keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft in der Heimat: Während es mit einer guten Ausbildung möglich ist, Arbeit in Europa zu bekommen und legal einzureisen, bleiben den meisten Afrikanern nur illegale Möglichkeiten. Wer in solche kleinen Boote steigt, setzt auf dem Seeweg sein Leben aufs Spiel. Meistens müssen Schleuser bezahlt werden und nur selten erreichen die Flüchtlinge die Orte ihrer Wünsche und Träume.

Nachhaltige Holzwirtschaft

Heute schon an morgen denken: Etwa 30 Prozent des Urwalds im Kongobecken werden wirtschaftlich genutzt. Die Staaten übergeben die Nutzungsrechte für bestimmte Zeit an einheimische oder ausländische Firmen. Um eine große Plantage so zu bewirtschaften, dass der Bestand erhalten bleibt, werden als eine von mehreren Maßnahmen alle 30 Jahre nicht mehr als drei Bäume pro Hektar gefällt. So kann der Wald sich erholen.

Brabantbuntbarsch

Evolution zum Anschauen: Im Tanganijkasee entstanden aus wenigen Stammarten eine Vielzahl neuer Buntbarscharten. Ein Beispiel ist der Brabantbuntbarsch. Er kommt in den verschiedenen Regionen des Sees in unterschiedlichen Farbvariationen vor. Da der Austausch mit Artgenossen aus anderen Bereichen des Sees gering ist, können sich aus den Farbvariationen dieses Fisches auch in Zukunft neue Arten entwickeln.

Geparden

Mütterliche Fürsorge: Die Jungtiere der Geparden verbleiben nach der Geburt noch für eine längere Zeit bei der Mutter. Anfangs sind sie noch größeren Gefahren durch Löwen, Hyänen und Leoparden ausgesetzt und müssen von ihr versteckt werden. Später erlernen sie von der Mutter die Jagd auf kleinere Gazellen und Antilopen. Bis sie ein selbständiges Leben führen können, vergehen bis zu zwei Jahre.

Grauer Lärmvogel

Stimmfreudiger Geselle: Wegen seiner lauten Rufe, die an "go away" erinnern, heißt der Lärmvogel im Englischen "Go-away-bird" (Hau-ab-Vogel). In Afrika bewohnt er Buschland, Savannen und Waldgebiete südlich des Äquators. Oft sitzen mehrere Tiere zusammen hoch oben in einer Baumkrone. Der Graue Lärmvogel ernährt sich hauptsächlich von Früchten, womit er sich bei Obstbauern und Gärtnern sehr unbeliebt macht.

Gesellschaft

Hunderte von Ethnien in 54 noch jungen, von Europäern errichteten Nationalstaaten bilden heute ein zutiefst heterogenes Afrika. Verschiedene gesellschaftliche Strukturen bestehen nebeneinander und regeln das Zusammenleben der Menschen. Jahrhundertealte Königtümer, ordnungshütende Bundgesellschaften oder traditionelle Religionen leben in sich stets verändernder Form fort und treffen auf gegenwärtige Entwicklungen.

Gewand Olohundes

Egungun-Bote für Toleranz und Frieden
Sakété, Benin, 1980er Jahre
Sammlung Henning Christoph, 2012

Reich verziertes Auftreten: In Maskengewändern wie diesen erscheinen die Egungun. Sie sind Seelen der Ahnen, die für eine bestimmte Zeit das Totenreich verlassen. Bei Bestattungszeremonien spricht der Ahne durch den Maskenträger. Er spendet Trost, verwarnt Teilnehmende und gibt Ratschläge bei Familienstreitigkeiten und Erbfragen. Die Nichtbeachtung seiner Urteile kann Strafen nach sich ziehen.

Looking for Grace

Sokari Douglas Camp, 2013
Stahl, Nickel

Weiter entwickelt: In "Looking for Grace" nimmt die nigerianische Künstlerin Sokari Douglas Camp Bezug auf die Zeit der deutschen Fremdherrschaft in Namibia und den Genozid an den Herero. Ihre Skulptur trägt deren heutige Tracht. Indem Herero-Frauen der kolonialzeitlichen Mode eine eigene Kopfbedeckung hinzufügten fanden sie einen kreativen Umgang mit der Kleidung, die sie teilweise gezwungenermaßen trugen.

Gemälde Amadou Bamba

Mamadou Ndiaye, 2013
Dakar, Senegal

Religionsstifter im Fokus: Abbildungen von Amadou Bamba kann man im Senegal an vielen Orten entdecken. Sei es wie hier als Gemälde des in Dakar lebenden Künstlers Mamadou Ndiaye, als Graffiti an Fahrzeugen und Häuserwänden oder als Anhänger und T-Shirt-Aufdruck. Um 1900 gründet Amadou Bamba die islamische Reformbewegung Muridiyya, die bis heute zu den einflussreichsten Sufi-Bruderschaften im Senegal zählt.

Gelede Maske

Egba, Nigeria, vor 1971

Verzierte Schnitzkunst: Auf dieser Maske der Yoruba sind deutlich Narben zu sehen. Die Ziernarben trugen sie als Körperschmuck und um ihre Herkunft auszudrücken. So war auf den ersten Blick zu erkennen, aus welcher sozialen Schicht oder welcher Region das Gegenüber stammt. Obwohl der Gesichtsschmuck bei Menschen heute kaum mehr zu finden ist, werden Kunstgestände weiterhin so verziert.

Menelik II

Schlacht von Adua (1896)
Maler unbekannt, Tempera auf Leinwand

Fast schon Dokumentation: Dieses Gemälde spiegelt die zentrale Herrschaft im Kaiserreich Abessinien, dem heutigen Äthiopien. Kaiser Menelik II., links auf dem Pferd, schloss viele nationale und internationale Bündnisse, um seine Machtposition zu festigen. Mit zentral gelenktem Militär besiegte er in der Schlacht von Adua 1896 die Italiener und verhinderte so das Vordringen einer Kolonialmacht.

Eingeweidegefäße

Vermutlich Theben/ West. 1. Zwischenzeit - Spätzeit (9. - 4. Jh. v. Chr.).

Geschütztes Gut: Für die alten Ägypter war der Erhalt ihres Körpers nach dem Tod Voraussetzung für ein Weiterleben im Jenseits. So wurden unter anderem die inneren Organe Toter entnommen, mumifiziert und separat in Gefäßen verwahrt. Diese "Kanopen" und ihr Inhalt standen unter dem Schutz der vier Söhne des Gottes Horus. Die Deckel waren deshalb menschen-, schakal-, falken- und pavianköpfig gestaltet.

Menschwerdung

Bis sich Homo sapiens, der heutige Mensch, die Erde als Lebensraum erschloss waren zahlreiche Evolutionsschritte nötig. Verfolgt man seine Entwicklung über rund sieben Millionen Jahre zurück, so führt die Spur nach Afrika - die Wiege der Menschheit. Durch Wissenschaft und Forschung ist heute Einiges über unsere Vorfahren bekannt, doch warum manche ausstarben und andere überlebten ist eines von vielen ungelösten Rätseln.

Australopithecus afarensis

Spuren in Vulkanasche: Vor rund 3,6 Millionen Jahren hinterließen in Laetoli, Tansania, mehrere Individuen der Art Australopithecus afarensis ihre Fußspuren in feuchter Vulkanasche. Obwohl diese Vormenschen noch viel Zeit auf Bäumen verbrachten, zeigen diese Fußabdrücke, dass sie bereits aufrecht gehen konnten und mit einer Geschwindigkeit von zwei bis vier Stundenkilometern gemächlich über die Ebene wanderten.

Faustkeil

Schweizer Messer der Steinzeit: Dieser Faustkeil wurde in Vailly in Frankreich gefunden. Angefertigt hat ihn in der Altsteinzeit wahrscheinlich ein Homo erectus. Faustkeile gehören zu den bekanntesten Steinwerkzeugen unserer Vorfahren. Sie waren leicht herzustellen und vielseitig einsetzbar. Die derzeit ältesten Faustkeile stammen aus Kenia und sind rund 1,76 Millionen Jahre alt.

Homo habilis

Von Angesicht zu Angesicht: Diese Rekonstruktion eines Kopfes basiert auf dem Originalschädel eines weiblichen Homo habilis. Sie lebte vor 1,9 bis 1,8 Millionen Jahren in Kenia und wurde rund 1,20 Meter groß. Durch diese Art der Rekonstruktion, die auch in der kriminalistischen Forensik angewandt wird, kann man entscheidende Merkmale des Gesichtes eines Individuums detailgetreu nachbilden.

Paranthopus boisei

Der Nussknacker-Mensch: Dieser männliche Paranthropus boisei lebte vor rund 1,8 Millionen Jahren in Tansania und wurde etwa 1,40 Meter groß. Die mächtigen Kiefer mit den riesigen Backenzähnen halfen diesem Vormenschen beim Zerkauen seiner hartfaserigen Pflanzennahrung. Wahrscheinlich führten Klimaveränderungen und Konkurrenzdruck zu seinem Aussterben.

Sahelanthropus tchadensis

Mensch oder Affe? Sahelanthropus tchadensis lebte vor etwa 7 Millionen Jahren in Zentralafrika nahe des heutigen Tschadsees. Manche Wissenschaftler sehen in ihm den ältesten Vertreter aus der Stammlinie des Menschen. Die Ansatzstelle der Wirbelsäule am Schädel legt nahe, dass dieser frühe Vormensch bereits aufrecht gehen konnte. Darum dienten aufrechtgehende Schimpansen als Vorbild für diese Sahelanthropus-Gruppe.

Unerschöpflich

El Loko, 2012-2013
Digitalisierte Collage, Direktdruck auf Glasplatte mit keramischen Farben

Fast identisch und doch verschieden: Heute gibt es etwa 7 Milliarden Menschen. Ihre genetischen Unterschiede sind gering - trotz unterschiedlichen Aussehens. Damit setzt sich der aus Togo stammende Künstler EL Loko in seinem Triptychon auseinander. In der Mitte thematisiert er die gemeinsamen Wurzeln, in den äußeren Teilen greift er die Spannung zwischen Ähnlichkeit und Verschiedenheit der Menschen auf.